1972: Olympia

Das Rosenaustadion war bis zu Eröffnung des Münchner Olympiastadions am 26. Mai 1972 die Nummer Eins für Fußball-Länderspiele und Leichtathletik-Länderkämpfe. Neidisch schauten die Münchner nach Augsburg, da ihr 1911 eröffnetes Grünwalder Stadion bei Großveranstaltungen oft den Kürzeren zog. Nach 1972 wurden viele bedeutende Sportereignisse dann nach München statt Augsburg vergeben.

Laufbahn und Haupttribüne des Rosenaustadions

Laufbahn und Haupttribüne des Rosenaustadions

Die Rosenau war bei Olympia 1972 Austragungsort einiger Fußball-Vorrundenspiele. Hier vier Beispiele:

29. August:    Dänemark – Iran (4:0) vor 3.000 Zuschauern.
31. August:    Dänemark – Ungarn (0:2) vor 4.000 Zuschauern.
6. September:    Polen – Sowjetunion (2:1) vor 5.000 Zuschauern. Polen wurde vier Tage später Olympiasieger mit einem 2:1 gegen Ungarn.
8. September:    Dänemark – Sowjetunion (0:4) vor 3.000 Zuschauern.

Am 23. Juni 1972, zwei Monate vor Olympia, fand im Rosenaustadion der Länderkampf Deutschland – Sowjetunion vor 35.000 Zuschauern statt. Teilnehmer waren u.a. die späteren Olympiasieger Valeri Borsow und Heide Rosendahl. Es gab auch einen Weltrekord im Diskuswerfen durch die Russin Faina Melnik (65,48 Meter).

Am 26. Oktober 1972 spielte im Europapokal der Landesmeister FC Bayern München gegen Omonia Nikosia (Zypern) (4:0) vor 20.000 Zuschauern im Rosenaustadion.

Die letzten internationalen Leichtathletik-Ereignisse im Rosenaustadion:

13. Juli 1974:    Länderkampf Deutschland – Polen
24. Juni 1978:    Länderkampf der Frauen Deutschland – Rumänien

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