Denkmalschutz für das gesamte Rosenaustadion

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat das Rosenaustadion jetzt unter Denkmalschutz gestelllt und das so begründet:

„Beim Rosenaustadion handelt es sich um den frühesten Neubau eines Stadions nach dem Zweiten Weltkrieg und zudem zum Zeitpunkt der Eröffnung, 1951, um das größte seiner Art in Deutschland“, Das Stadion habe „künstlerische Bedeutung“ und sei ein Beispiel für die „neue Leichtigkeit der Architektur der 1950er Jahre“.

Beantragt wurde der Denkmalschutz von Volker Schafitel, Vorsitzender des Architekturforums Augsburg. Er schrieb in seinem Antrag: „In dem modernen Schwung der 50er-Jahre stellte es auch baulich einen Neuanfang nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und einen bewussten Bruch mit der monumentalen Architektur des NS-Regimes dar.“

© Augsburger Ballonfahrten Blog
Aufgenommen am 22.9.2006 aus einem Heißluftballon.

Als das neue Stadion (Augsburg Arena – impuls arena – SGL Arena) gebaut wurde, hätte die Stadt Augsburg unter Oberbürgermeister Wengert das Rosenaustadion am liebsten platt gemacht. Mit dem Erlös aus dem Grundstücksverkauf sollte der städtische Anteil am neuen Stadion gegenfinanziert werden. Diese Ankündigung war politisch motiviert, um den Widerstand gegen den Stadionneubau gering zu halten. Konkrete Abrisspläne standen zum Glück nie dahinter. Die Altlasten im Boden und in der Haupttribüne wären ein Problem gewesen, deren teure Beseitigung hätte den Erlös deutlich geschmälert.
Als das neue Stadion fertig war, krähte kein Hahn mehr nach den Kosten, der FCA schwebte auf einer Erfolgswelle. Das Rosenaustadion wurde nicht mehr beachtet und stand da so vor sich hin. Nun besinnt man sich wieder auf die Vergangenheit, saniert die Laufbahn und sichert mit dem Denkmalschutz die Zukunft der „Rosenau“. Gut so, das Rosenaustadion und Augsburg haben das verdient.

Gute Nachrichten: die Leichtathletik-Anlage wird saniert

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Die Leichtathletik-Anlage im Rosenaustadion wird saniert. Die Stadtzeitung Augsburg hat die Pläne veröffentlicht: http://www.stadtzeitung.de/nachrichten/augsburg/Auferstanden-aus-Truemmern;art478,11932

Auszüge aus dem Artikel:

„In zwei Bauabschnitten ist die Maßnahme geplant. 2014 werden die Altanlagen beseitigt, 2015 soll dann mit dem Neubau begonnen werden.“

Das Rosenaustadion soll wieder internationale Wettkämpfe beherbergen: „Die entstehenden acht Rundlaufbahnen sind eine Besonderheit. Andere Stadien haben nur sechs Laufbahnen. Damit ist Augsburg neben Nürnberg in Bayern einzigartig.“

Die Sanierung kostet circa eine Million Euro.

Update: auch die Augsburger Allgemeine berichtet: http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/sport/Der-Abriss-laeuft-id29905792.html

Foto zum Frauenfußball-Länderspiel 1957 Deutschland-Österreich

Zwischen 1955 und 1970 war Frauen-Vereinsfußball vom Deutschen Fußballbund DFB verboten. Dennoch gab es einige seltene Spiele mit größerer Beachtung, z.B. am  14. Juli 1957 im Rosenaustadion: „Länderkampf“, Fußball-Länderspiel der Frauen, Deutschland – Österreich (5:0), 10.000 Zuschauer. Sportfotograf Eugen Schmitz: „Ich war überrascht, wie gut die gespielt haben, so elegant, das könnte man fast Fußballballett nennen.“

Ein Bild von damals aus der Kamera von Eugen Schmitz ist auf dem Blog zum Augsburger Frauenstadtplan veröffentlicht: http://frauenstadtplan.de/ein-sportteil-muss-mit-hinein/